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"Die Heldin reist", besprochen von Sonja Körner

Kalifornien, Japan, Marokko. Jetzt sind sie endlich wieder da – die Möglichkeiten, die Welt zu bereisen. Auch die Autorin und Regisseurin Doris Dörrie hat diese Freiheit die letzten Jahre vermisst und während dieser Zeit dieses Buch geschrieben. Sie erinnert sich an Ihre erste Reise in die USA in den Siebzigern, ihre drei bis dahin letzten Reisen und die Treffen mit ihren Freundinnen in San Francisco, Tokio und Marrakesch. Sie liegt mit Lille und Heather am Strand, isst mit Tatsu Baumkuchen und Schwarzwälder Kirschtorte in einem japanische Café und kabbelt sich wie gewohnt mit Eva in der Medina, weil diese zu viel plant und sie sich überraschen lassen möchte.

Aufgewachsen mit den griechischen Heldensagen, macht sie sich Gedanken darüber, warum der Held immer mutig in die unbekannte Welt aufbrechen konnte, während seine Frau ängstlich zu Hause auf ihn wartete. Aber wie reist denn die Heldin anders? Welche Erfahrungen und Vorurteile prägen sie? Doris Dörrie schreibt sehr persönlich über Erlebnisse, die ihr Angst machten, die sie stärker werden ließen und natürlich auch über Männer, die in ihrem Leben eine Rolle spielten. Aber es geht nicht nur um sie, sondern auch um die Erlebnisse anderer Frauen, die unterwegs waren und ihre kulturelle Heimat verließen. Am meisten beeindruckt hat mich die Erfahrung der Japanerin Tatsu, die in den Achtzigern zum Gesangsstudium nach Hannover kommt und eine Affäre mit ihrem Gesangslehrer beginnt. Oder beginnen lässt.

Ein sehr persönliches Buch, das wieder einmal zeigt, wie gut es oft ist, sich aus der Komfortzone herauszuwagen und das Abenteuer zu suchen.

Einband: gebundenes Buch
EAN: 9783257071849
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Kategorie: Belletristik

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