Verloren in Eis und Schnee, besprochen von Birgit Närger

Ein ganz tolles Buch für Jungen und Mädchen ab 12 Jahren. Aber durchaus auch für Ältere. Dieses Buch kann man gut auch mit 15 noch lesen.

Das Buch spielt in Russland, während des 2. Weltkriegs. In Leningrad, heute heisst die Stadt St. Petersburg. Die Stadt droht von den Feinden umzingelt zu werden, darum werden alle Kinder evakuiert. So auch die Zwillinge Viktor und Nadja. Sie waren noch nie voneinander getrennt und die Mutter schärf ihnen ein: „Ihr dürft euch nicht verlieren.“

Aber schon bei der Abreise, im überfüllten Bahnhof, werden sie getrennt.

Im Wechsel lesen wir, was den Geschwistern widerfährt.

Viktor schreibt in rot.

Ihn verschlägt es ins entlegene Sibirien. Berührend erzählt er, wie er sich durch die eisige Kälte schlägt und verzweifelt versucht seine Schwester wiederzufinden.

Nadja schreibt in schwarz. Sie hält sich auf einer abgelegenen Insel versteck, wo sich die Lage ebenfalls zuspitzt.

Eigentlich wird sogar in drei Perspektiven erzählt. Denn die Aufzeichnungen der beiden Geschwister werden von einem Kommandanten kommentiert , der schließlich darüber entscheidet, ob die beiden Kinder sich während ihrer Flucht strafbar gemacht haben. Natürlich mussten sie, um zu überleben, illegale Dinge tun.

Diese Geschichte ist wirklich grosses Kino und ging mir sehr zu Herzen. Es ist spannend und manchmal sogar nervenaufreibend.

Während ihrer Fluch decken die Geschwister nämlich auch noch eine politische Verschwörung auf.

 

 

Morosinotto, Davide
Thienemann-Esslinger Verlag GmbH
ISBN/EAN: 9783522202510
18,00 € (inkl. MwSt.)