Unsere Öffnungszeiten im Advent

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Buchtipps - Belletristik

Auf einer nicht näher benannten Nordseeinsel spielt dieses Buch. Und jeder Satz von Dörte Hansen ist wieder eine norddeutsche Songzeile: „Alle Inseln ziehen Menschen an, die Wunden haben, Ausschläge auf Haut und Seele. Die nicht mehr richtig atmen können oder nicht mehr glauben, die verlassen wurden oder jemanden verlassen haben. Und die See soll es dann richten, und der Wind soll pusten, bis es nicht mehr weh tut.“ Im Mittelpunkt der Handlung steht die Familie Sander, seit 300 Jahren auf der Insel. Mutter Hanne hat drei Kinder zur Welt gebracht, mittlerweile erwachsen.

Caroline Weldon, die als Susanna Faesch in Kleinbasel geboren wurde, war eine Malerin, die fast ihr gesamtes Leben in New York verbrachte. Und Alex Capus macht mit ihr das, was er am besten kann: er macht aus ihrem Leben einen Roman. In seinem Bestseller „Léon und Louise“ war es die Geschichte seines Großvaters, nun ist es eine Schweizerin, deren Namen heute kaum jemand kennt. Googelt man ihre Bilder, sieht man zuerst ein Portrait von Sitting Bull, Öl auf Leinwand. Doch zu ihm kommen wir später. Schon nach den ersten drei Sätzen wusste ich, dass mir dieses Buch gefallen wird:

Benjamin Grossmann ist CEO eines großen Streamingdienstes in Frankreich. Sein Handy mit wichtigen Nummern ist verschwunden oder wurde es geklaut? Ein schwarzer Junge ist schnell als Dieb ausgemacht und es kommt zur Rangelei. Am nächsten Tag geht ein Videoschnippsel viral, auf dem zu sehen ist, wie eine junge türkischstämmige Polizistin eben diesen Jungen, der augenscheinlich tot ist, mit Füßen tritt.

Dieses Buch ist so wie es aussieht, ein echter Schmöker. Nicht wirklich literarisch, aber gut geschrieben und ein echter Pageturner. Großbritannien im Jahr 1942. Auch in dem Ort Fenley haben die Menschen nicht wirklich viel zu essen und versuchen, aus dem, was sie haben, das Beste zu machen.

Ein Literaturkritiker der London Times sagte über den neuen Roman von Julian Barnes: „Ich werde mich an Elizabeth Finch erinnern, wenn die meisten anderen Charaktere, die ich dieses Jahr getroffen habe, bereits verblasst sind“, und dem kann ich mich nur anschließen.

Es ist ja manchmal ganz erfrischend und beruhigend, wenn bei anderen das Leben auch nicht so flutscht, wie man es gerne hätte. Wobei es bei Martha leider mehr ist, als nur das, weil sie an einer psychischen Krankheit leidet, die sie immer wieder in sehr tiefe und dunkle Löcher rutschen lässt.

Eine Kapitänin ist mit ihrer Crew auf einem Handelsschiff unterwegs in die Tropen. Kurz hinter den Azoren äußert die Crew den ungeheuerlichen Wunsch, einmal im Ozean baden zu dürfen. Sie stimmt von sich selbst überrascht zu. Sie stoppt die Maschinen und hält das Schiff an. Die Crew verlässt das Schiff und zurück bleibt nur sie, während die Mannschaft einen unvergesslichen Moment im Meer erlebt. Am Anfang leicht und unbeschwert, beinahe glückstrunken, ändert sich das Gefühl in Angst und Panik. Sie sind sich ihrer Nichtigkeit und Hilflosigkeit bewusst.

Elin ist Mitte 30, lebt in Oslo, wo sie als Journalistin arbeitet und kehrt in ihren Heimatort an der Küste Norwegens zurück, um ihr Elternhaus aufzulösen. Hier hat sie mit ihrer Mutter nach dem gemeinsamen Unfall-Tod der Brüder und des Vaters gelebt, bevor sie das Dorf verlassen hat und nach Oslo gezogen ist.

Drei Einbrecher, auf der Flucht vor der Polizei, entschließen sich dazu, die Nacht in einem leerstehenden Gemischtwarenladen zu verbringen. Sie sind davon überzeugt, dort gut versteckt zu sein – denn wer würde ausgerechnet dort nach ihnen suchen, vor allem so nah am Ort ihres letzten Einbruchs?

Mariana Leky, die Autorin von „Was man von hier aus sehen kann“ (das Buch mit dem Okapi) hat zwar immer noch keinen neuen Roman geschrieben, aber dafür sollte man sich ja auch Zeit lassen. Dafür ist dieses Jahr eine Sammlung von Kolumnen aus der Zeitschrift PSYCHOLOGIE HEUTE und sie lesen sich wie kleine Trostbonbons, egal ob man gerade Kummer hat oder nicht. Lächeln garantiert! Und statt einem Okapi gibt es dieses Mal ein Krokodil.

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