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Buchtipps - Belletristik

In diesem Buch lesen wir von 5 Frauen. Ihr individuelles Leben wird uns in 5 völlig voneinander unabhängigen Kapiteln vorgestellt. Da ist z.B. Judith, 39 Jahre, sehr attraktiv, Ärztin, single und auf allen nur denkbaren Dating Plattformen unterwegs. Wir begleiten sie durch sehr interessante Chats, sie ist der Meinung, „jede Frau sollte einen Mann haben, der ein wenig wie Christian Grey ist….."

Der junge Mann ist 13, geht auf ein Internat, wiegt bei 1,80 m Körpergröße stolze 93 Kilo und jobbt in den Ferien, als Tankwart. In den 70er Jahren im Salzburger Land, zu Zeiten der Energiekrise, war das gar nicht mal so anspruchslos. Beim Scheibenfreikratzen strahlt ihn mit einem überirdischen Lächeln die Elsa an. Aber die Elsa ist im Vergleich zu 13 ein bisschen zu alt und ein bisschen zu verheiratet mit dem Tscho. Der Tscho ist nicht nur 11 Jahre älter, sondern war schon immer sehr begehrt bei der weiblichen Dorfjugend und fährt mit seinem Lastwagen bis nach Teheran.

„Meine Mutter war eine Tasse Zucker.“  

Ein Mann kehrt zurück in das vom Krieg zerstörte Budapest. Er hat das Lager überlebt und hofft, dass auch sein Haus in Trümmern liegt, da er nicht in seine Vergangenheit zurückkehren kann. Doch das Haus steht und er betritt seine Wohnung, die der Nachbar für ihn aufschließt. Da sie geplündert wurde, stehen dort nun ein paar andere Möbel, Spuren von Fremden sind überall, nur sein Teleskop ist noch da und ein paar Bücher in seinem Büro. Er wird die Wohnung saubermachen, und dann wieder auf die Straße gehen. Aber das tut er nicht.

Es ist eine wahre Geschichte, die hier erzählt wird. Eine Geschichte, die sich so,  oder so ähnlich, in Frankreich im 16. Jahrhundert zugetragen hat. Zwei Kinder von grade einmal 11 Jahren werden miteinander verheiratet. Fassungslos liest man zunächst von der Hochzeitszeremonie dieser Kinder. Aber Bertrande und Martin wurden verheiratet und es geschieht etwas, das nicht selbstverständlich ist. Nachdem das Mädchen zu der Familie des Jungen zieht, wachsen die Eheleute heran und verlieben sich tatsächlich ineinander. Ein Kind wird geboren, ein Kind der Liebe.

Die man nicht sieht, das sind drei Kinder. Ismael, Enana und Ajo. Die erfolgreichste Einbrecherbande von Buenos Aires. Die Kinder hinterlassen bei ihren Einbrüchen keine Spuren und nehmen stets nur so viel, dass ihr Einbruch zunächst gar nicht auffällt. Oft erst Tage oder Wochen später fällt den Opfern auf, dass etwas fehlt. Und dann werden andere verdächtigt. Ihr Auftraggeber ist Guida. Er arbeitet bei einer Sicherheitsfirma, er ist für die Sicherheit vieler Häuser wohlhabender Leute verantwortlich. Er sitzt also an der Quelle!

Die „Mittagsstunde“, ist ein typisches, beinah heiliges Ritual aus der bäuerlichen Vergangenheit. Zwischen 12 und 14 Uhr herrscht Ruhe! Und an solchen Ritualen halten die schrulligen Dorfbewohner von Brinkebühl in Norddeeutschland fest. Ingwer Feddersen ist 50 Jahre alt. Er ist Professor für Archäologie und lebt noch immer in einer WG in Kiel. Privat hat er noch nicht so viel auf die Platte gebracht.

Pietrantonio erzählt mit großem Einfühlungsvermögen und ohne jemals kitschig zu werden. Sie erzählt präzise und großartig von Momenten im Leben und von den Beziehungen untereinander. Ich wünsche diesem Buch sehr viele Leser – es hat mich wirklich tief beeindruckt und berührt!  

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